Der Honig
"Sie sind voll Honig die Blumen: aber die Biene nur findet die Süße heraus"
So umschrieb J.W.v.Goethe das Geheimnis des Honigs
Honig ist schon seit dem Altertum zum versüßen und als Heilmittel geschätzt.
Bevor
aus dem Nektar der Blüte leckerer Honig wird,
haben die Bienen viel zu tun.
Auf ihren Ausflügen sammelt die Biene Nektar in ihrem Honigmagen. Nur einen kleinen Teil davon verzehrt sie selbst bei der Arbeit, den Rest gibt sie an Ihre Schwestern im Bienenstock zur Honigerzeugung.
Die Bienen reichern durch selbst produzierte Fermente den Nektar an, um die Zuckerqualität des Honigs zu verbessern. Dann wird durch umlagern und Luftfächeln dem Honig das Wasser entzogen, bevor er als reifer Honig von den Bienen mit Wachsdeckeln versiegelt wird.
Jetzt dürfen wir Imker erst den Honig ernten, obwohl diese Deckelchen alle wieder runter müssen.
Wir schleudern den Honig kalt aus den Waben. So bleibt er naturbelassen, wie ihn die Bienen auch am liebsten hätten.
Die Honigtrachten bestehen selten nur aus einer Pflanze.
Bienen fliegen eine Vielzahl von Bäumen und Blumen an. Als Imker sorge ich dafür, dass sie in Landschaften stehen, wo sie viel davon finden.
Honig besteht nicht nur aus Zucker, sondern enthält über 180 wohltuende Inhaltsstoffe.
Enzyme, Mineralstoffe, Aminosäuren, Vitamine, Inhibine sind die Inhaltsstoffe, denen der Honig seinen guten Ruf verdankt.
So wurde Honig in früherer Zeit für viele Krankheiten und zu Heilen von Wunden und Geschwüren eingesetzt. Sein z.T. hoher Anteil an Traubenzucker und Fruchtzucker macht ihn zum idealen Energielieferant mit angenehmen Nebeneffekten.
Honigsorten unserer Gegend:
Raps
Diese Kulturpflanze liefert uns einen hellen, nicht zu aromatischen Honig.
Aufgrund der hohen Anteile von Traubenzucker und Fruchtzucker ist Rapshonig bei Sportlern und Kindern sehr beliebt.
Löwenzahn
ähnlich dem Rapshonig
nur etwas fruchtiger und heller im Geschmack
Die Robinie oder Akazie liefert einen hellgelben Honig mit einem leichten Aroma.
Robinienhonig / Akazienhonig ist besonders bei Teetrinkern geschätzt.
Lindenblütenhonig hat den typischen Geschmack der Linde, enthält viele wohltuendende Inhaltsstoffe der Lindenblüte.
Der
Kastanienhonig ist nicht nur für die Bienen ein
besonderes Stöffchen.
Kenner lieben den herben Geschmack des Kastanienhonigs. Durch seine anregende
Wirkung auf den Blutkreislauf ist er beliebt als Heilhonig.
Waldhonige entstehen durch Honigtau erzeugende Insekten. Der Honigtau wird meist sehr früh am Morgen von den Bienen gesammelt. Die Farbe des Waldhonigs ist oft dunkel, manchmal rötlich oder grünlich wie beim
Tannenhonig. Der Tannenhonig wird von den Honigläusen der Weistanne produziert. Er hat einen angenehm malzigen Geschmack und eine braune bis grünlichbraune Farbe.
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